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Warum sind Auberginen so gesund?

Zwei lilafarbene Auberginen auf einem Küchenhandtuch und HolzuntergrundFoto: Getty Images/iStock/Getty Images Plus/Cleardesign1
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Kurzfassung

Auberginen sind ein gesundes Lebensmittel und stammen ursprünglich aus Asien. Botanisch gesehen sind sie Beeren, die aus verwachsenen Fruchtblättern bestehen, was angesichts ihres Aussehens überraschend ist. Trotz ihres Gehalts an Solanin, einem giftigen Stoff, sind Auberginen in reifem Zustand unbedenklich und können sogar gesundheitliche Vorteile haben. Sie sind reich an Kalium, Folsäure und Vitamin C, bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser und enthalten kaum Kalorien, weshalb sie besonders figurfreundlich sind. Zudem fördern die Ballaststoffe in Auberginen die Darmtätigkeit und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Durch sekundäre Pflanzenstoffe wirken sie antioxidativ und können Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auberginen enthalten zudem Kalzium, Magnesium und Vitamin C, die das Immunsystem und die Muskeln stärken. Vermindern kann man den bitteren Geschmack der Auberginen, indem man sie salzt und das Salz nach 30 Minuten abwäscht. Diverse italienische Rezepte wie eingelegte Auberginen, Auberginen-Involtini oder gratiniertes Auberginengemüse bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten der gesunden Frucht.


Du fragst dich, warum Auberginen so gesund sind? Als beliebte Zutat der italienischen Küche stehen sie bestimmt regelmäßig auf deinem Speiseplan. Wir zeigen dir, wie du deinem Körper mit Auberginen etwas Gutes tun kannst, und verraten die passenden Rezepte.

Herkunft der Beerenfrucht

Ei, ei, ei, was für eine Frucht. Es ist eine Beere! Eine Beere? Ja, du hast richtig gelesen. Oder hättest du es gewusst? Tatsächlich ist die Überraschung für die meisten groß, dass die Aubergine zu den Beeren gehört. Warum das so ist, wollen wir gern verraten. Eine Beere ist botanisch eine Frucht, die aus einem oder mehreren verwachsenen Fruchtblättern entsteht und mit ihrem Fruchtfleisch mehrere Samen umhüllt. Die Beere besteht aus drei Schichten: der Außenhaut, dem fleischigen Mittelteil und dem Innenteil, der die Samen umgibt. Im Gegensatz zur Erdbeere gehört die Aubergine botanisch folglich zu den Beeren, auch wenn sie meist lapidar dem Gemüse zugeordnet wird. Ursprünglich kam die Aubergine aus Asien nach Europa. Von der Form her erinnerte die damals weiße bis gelbe Frucht an ein Hühnerei, was ihr den Namen Eierfrucht einbrachte. Auf Italienisch heißt sie Melanzana, was übersetzt so viel wie „ungesunde Frucht“ bedeutet. Nach heutiger Erkenntnis ist der Name jedoch nicht mehr passend. Im Gegenteil, die Geschichte erklärt den Namen jedoch. Denn hierzulande musste erst verstanden werden, welche Teile der Pflanze überhaupt essbar sind und welche nicht.

Zwei Hände halten eine lilafarbene Aubergine am AuberginenstrauchFoto: Getty Images/iStock/Getty Images Plus/CESAR MARTINEZ AMOR
Reife Aubergine am Strauch

 

Auberginen: deshalb sind sie so gesund für dich!

Als Nachtschattengewächs ist in Auberginen der Giftstoff Solanin enthalten. Er kommt besonders in den grünen Pflanzenteilen und der unreifen Frucht vor. Der zu den Alkaloiden zählende Stoff dient als Fraßschutz und schützt die Pflanze vor Insekten. Allerdings ist der Solaningehalt in Auberginen heute nur noch sehr gering und eine Vergiftung nicht zu befürchten. Auch früher hat man schon bald herausgefunden, dass die reife Frucht keinerlei Gefahr in sich birgt. Was zunächst als Gift zu Tage trat, wurde in modernen Untersuchungen als gesundheitsförderlich erkannt: Abhängig von der Dosis kann Solanin sowohl antientzündlich und antibakteriell als auch fieber- und cholesterinsenkend wirken. Auberginen gibt es in zahlreichen Formen und Farben. Für die Eierfrucht waren die weißen Früchte namensgebend, mittlerweile sind die violetten wohl am bekanntesten. Farblich kommen die Früchte, die es ebenso in kleiner wie runder bis eiförmiger oder länglich und schlanker Form gibt, auch in Gelb, Orange, Rot oder Grün daher. So vielfältig ihr Aussehen ist, allen Auberginen gemein ist ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Denn sie sind reich an wichtigen Nährstoffen wie Kalium, Folsäure und Vitamin C und damit generell ein gesundes Lebensmittel. Da Auberginen zu über 90 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie besonders kalorienarm. Sie enthalten kaum Kohlenhydrate aber viele Ballaststoffe, was ihnen eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel beschert und was lange satt macht. Auberginen verfügen darüber hinaus über sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannten Antioxidantien. Diese binden freie Radikale im Körper, halten die Gefäße elastisch und stabilisieren den Blutdruck. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann durch den Verzehr von Auberginen ebenfalls reduziert werden. 

 

Auberginen verarbeiten 

Alles in allem ist sie eine figurfreundliche Frucht, die voll guter Nährstoffe steckt. Einige Menschen empfinden jedoch die enthaltenen Bitterstoffe als störend. Diese lassen sich mit einem Trick mildern: Schneide die Frucht in Scheiben und bestreue diese mit Salz. Wasche oder tupfe das Salz nach etwa 30 Minuten wieder ab. Nun können die Scheiben je nach Rezept zubereitet werden. Ein weiterer Vorteil des Salzens ist, dass die Aubergine Wasser verliert und sich beim Anbraten weniger stark mit Fett vollsaugt. Ihre schlank machende Wirkung bleibt auf diese Weise besser erhalten. Probiere es aus! 

Halbierte Auberginen werden von einer Frau kreuzweise eingeschnittenFoto: Getty Images/iStock/Getty Images Plus/GANNAMARTYSHEVA
Auberginen werden kreuzweise eingeschnitten, damit sie gleichmäßig garen

 

3 Topinfos über Auberginen

  1. Figurschmeichelnd: Auberginen bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Sie sind besonders kalorien- und kohlenhydratarm. Außerdem enthalten sie viele Ballaststoffe, die positiv auf den Blutzuckerspiegel wirken, die Darmtätigkeit anregen und lange satt machen.
  2. Zellreparierend: Auberginen weisen viele sekundäre Pflanzenstoffe auf, die eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper haben. Sie binden freie Radikale und helfen dabei, diese daran zu hindern, Zellen zu schädigen. Hautalterung und entzündlichen Prozessen kann so vorgebeugt und die Herzgesundheit unterstützt werden.
  3. Kraftspendend: Auberginen enthalten Kalzium und Magnesium, beides wirkt positiv auf das Immunsystem. Auch Vitamin C sowie einige B-Vitamine unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte und spenden Kraft. Von den vielen guten Nährstoffen der Aubergine profitieren auch die Nerven und die Muskulatur. Die enthaltene Folsäure ist gut für die Zellteilung.

Italienische Auberginen-Rezepte

Jetzt, wo du weißt, wie gesund Auberginen sind, möchtest du bestimmt gleich loslegen und deine Gesundheit pushen. Wir halten eine Menge an Rezepten für dich bereit, in denen Auberginen die Hauptrolle spielen. Probiere zum Beispiel Sauer eingelegte Auberginen, Auberginen-Involtini mit Tomatensoße, Gratiniertes Auberginengemüse und Mit Quinoa gefüllte Auberginen.